Halbmarathon

Vor dem Start: Fokus
Mein grosser Tag war Mittwoch, der 25. März. Der Tag startete ganz normal um 7:00 Uhr mit Mathematik Unterricht, aber im Kopf war ich schon längst beim Laufen. Mein klares Ziel: Den Halbmarathon in unter 2 Stunden knacken!
Damit der Magen beim Rennen nicht streikt, habe ich zum Frühstück nur ein Müsli mit Kokoswasser gegessen und einen Tee getrunken. Fünf Minuten vor dem Start gab es noch eine Banane für schnelle Energie. Das Wetter in Langnau war an diesem Tag extrem windig. Meine Strategie war deshalb klar: Ich renne kreuz und quer durch Langnau und nutze den Wind so oft es geht als Rückenwind. Aus Sicherheitsgründen blieb ich immer in der Nähe von Strassen und teilte meinen Live-Standort auf dem Handy mit meinen Eltern.

Der Halbmarathon: 21.1 Kilometer durch Langnau
Die ersten Kilometer liefen fast schon zu gut. Ich startete mit einer Pace von 4:35 min/km, musste mich dann aber ab Kilometer 10 bewusst bremsen, um meine Kräfte einzuteilen. Danach pendelte ich mich bei einer Pace von 5:00 bis 5:15 min/km ein.
Um motiviert zu bleiben, habe ich die ganze Zeit Musik gehört. Zwischen Kilometer 10 und 17 habe ich zur Ablenkung sogar noch kleine Videos für diese Website gefilmt und zwischendurch kurz Spiele auf dem Handy gespielt – das half extrem gegen die schweren Beine! Irgendwann musste ich beim Otto's noch einen kurzen WC-Stopp einlegen, was mich 2 bis 3 wertvolle Minuten kostete. Ab Kilometer 17 wurde es dann richtig hart, ich konnte die Pace nicht mehr halten und musste kurz eine Laufpause einlegen. Aber Aufgeben war absolut keine Option.

Im Ziel: Erschöpft, aber unter 2 Stunden!
Auf den letzten 100 Metern passierte dann der nervigste Fehler des Tages: Ich kam in meiner Lauf-App aus Versehen auf "Pause". Als ich total erschöpft zu Hause ankam, zeigte die App zwar 21,1 Kilometer, aber nur 1 Stunde und 50 Minuten an. Da ich genau wusste, dass ich für das letzte Stück etwa 5 Minuten gebraucht habe und noch der Stopp beim Otto's dazu kam, habe ich die Zeit ehrlicherweise noch 7 bis 8 Minuten weiterlaufen lassen.
Meine echte, offizielle Endzeit: 1 Stunde und 57 Minuten und 17 Sekunden! Ich war nach dem Lauf komplett kaputt und habe erst einmal von 13:00 bis 16:00 Uhr einen tiefen Powernap gemacht. Aber das Gefühl, das Ziel von unter 2 Stunden wirklich erreicht zu haben, war einfach unbeschreiblich. Das harte Training hat sich zu 100 % gelohnt!